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Martin Shukun Götz - preman@online.de  
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Zen-Praxis
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IZIAE

Zen-Praxis

Kern der Übung ist die Einsicht in die Natur des eigenen Selbst und dessen Manifestation im Alltagsleben. Mit den Worten von Prabhasa Dharma, Zenji heißt dies:

"Zen bedeutet, dich als befreites Wesen zu verwirklichen, damit du glücklich sein und anderen helfen kannst."

Im Zen folgen wir dem Weg des Buddha, damit wir die uns innewohnende Buddha-Natur verwirklichen können. Die Wurzel aller buddhistischen Übungswege ist die Erkenntnis, dass niemand ohne Buddha-Natur geboren wird. Es ist dies unsere gemeinsame Grundlage: In uns allen lebt die Ahnung, die Weisheit, dass das, was wir suchen, bereits da ist. Weil es aber nicht ausreicht dies zu wissen, müssen wir uns darin üben, die Buddha-Natur zu leben.

Im Zen sehen wir Unwissenheit und Verwirrung als die Hauptursache von Leiden. Deswegen bemühen wir uns bei der Zen-Übung Weisheit und Mitgefühl zu entwickeln. Weisheit und Mitgefühl sind wie die beiden Flügel eines Vogels, beide werden zum Fliegen gebraucht. Unzufriedenheit und Gewalt verschwinden nicht dadurch, dass wir die augenblicklichen Objekte unserer Unzufriedenheit und Gewalt entfernen. Angst hört nicht dadurch auf, das wir das beseitigen, was uns ängstigt.

Alle unsere Emotionen werden unsere Feinde bleiben, solange wir in der Vorstellung von einem "Ich" verankert sind, von "mir" und "mein" im Gegensatz zu "du" und "dein". Wir haben etwas erzeugt, eine Idee, ein Ding, welches wir "Ich" nennen. Das bin ich. Ich habe einen Namen und alles was dazugehört ist mein. Dies ist mein Auto, mein Haus, mein Land und sogar: dies ist mein Gott. Wir haben ein komplettes System um dieses "Ich", "mir" und "mein" herum geschaffen. Mit so einer Struktur setzen wir uns auf unser Meditationskissen nieder. Und wenn du dich gesetzt hast, wird dir die Last deutlich, die du mit dir herumschleppst.

 
   

Deshalb richtet sich die ganze Zen-Übung darauf aus, "Nicht Selbst" zu verwirklichen, jenes Selbst, das von Augenblick zu Augenblick neu entsteht. Weil dieses Selbst immer und immer wieder neu entsteht, trägst du es nicht mit dir herum, du kannst nicht daran anhaften. Außerdem gibt es keine Grundlage dafür, dich von anderen abzusetzen, eben weil dieses "Nicht-Selbst"-Selbst , dieses wahre Selbst zusammen mit anderen in Erscheinung tritt. Dies ist der Kern der Lehre des Buddha.

Übersetzung aus der Internetseite des IZIAE, mehr dazu siehe Seite 4

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